Spätzünder Siemens

Die Zeiten sind vorbei, als man über Elektromotoren im Straßenverkehr nur müde lächeln konnte. Am Mittwoch verkündeten auch der Siemens-Konzern und der schwedische Autobauer Volvo, dass sie gemeinsam Antriebssysteme für Elektroautos entwickeln wollen. Sie sind nicht die Ersten, die bei der E-Mobilität kooperieren: Siemens -Konkurrent General Electric  und der japanische Autohersteller Nissan  tüfteln an gemeinsamen Solartankstellen, Daimler  kooperiert mit Bosch, General Motors  arbeitet mit dem Elektronikkonzern LG  zusammen, BMW  mit der französischen PSA -Gruppe. Die Konzerne machen Ernst.
 
Hier bringen sich Akteure in Stellung, die daran glauben, dass in Zukunft mit Elektromobilität wirklich Geld verdient werden kann. Lange war überhaupt nicht absehbar, ob die Elektromobilität tatsächlich ein Markt der Zukunft sein würde oder nur ökologisches Wunschdenken. Und auch heute gibt es noch viele Fragezeichen, zum Beispiel ob es gelingt, eine leistungsfähige und effiziente Infrastruktur zur Energieversorgung für E-Verkehr sicherzustellen.
Trotzdem ist Siemens mit seinem Engagement gerade noch rechtzeitig aufgesprungen. Später als andere, aber nicht zu spät. Für Siemens ist die Partnerschaft ein richtiger und wichtiger Schachzug.
 
© 1999 – 2011 Financial Times Deutschland
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